Menü

Exergetische Optimierung

Derzeit basiert die Bewertung des Energieeinsatzes in Gebäuden auf einer primärenergetischen Betrachtung. Die Berechnungen des Primärenergiebedarfs fußen auf der Aufstellung von Energiebilanzen unter Einbeziehung aller Energiewandlungsschritte und der dabei anfallenden Verluste. Dies ist jedoch eine rein quantitative Betrachtung. Anhand der Primärenergiefaktoren werden verschiedene Energieformen zwar unterschiedlich bewertet, aber welche thermodynamische Qualität die jeweils nötige Energiemenge besitzt, wird jedoch nicht umfassend betrachtet. Sogenannte Niedrigexergie-Konzepte setzen an diesem Punkt an. Es sollen nicht nur die jeweiligen Quantitäten von Bedarf und Versorgung reduziert, sondern auch zusätzlich die jeweiligen eingesetzten Energiequalitäten aufeinander abgestimmt werden. Erst über die Betrachtung der Qualität kommt die Nutzung angepasster Wärmequellen und -senken zum Tragen.

Ziel einer exergetischen Optimierung der Versorgungskonzepte mit den entsprechenden Anlagenkomponenten ist es, sowohl die Exergievernichtung innerhalb einer Komponente bzw. eines Systems als auch die äußeren Exergieverluste zu minimieren. Dies senkt nicht nur den Exergiebedarf durch einen verminderten Energiebedarf, sondern verbessert auch die Nutzung der zugeführten Exergie.

Sogenannte Niedrig-Exergie-Systeme zeichnen sich dadurch aus, dass ihre energetische Performance entscheidend von den Systemtemperaturen abhängt – je niedriger desto besser. Gerade im Gebäudebestand werden jedoch zur Vermeidung von zu großen Heizkörpern hohe Temperaturen bis zu 75°C gefahren. Auch hier gibt es neue Lösungen zur Wärmeübertragung an den Raum bei niedrigen Temperaturdifferenzen.

Filter zurücksetzen
  • Filter:
Loading gif