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Glossar

Schluckbrunnen

Schluckbrunnen dienen bei Wasser-Wasser-Wärmepumpen zur Rückführung von Wasser in den Boden bzw. ins Grundwasser.

Smart Grids

Der Begriff intelligentes Stromnetz umfasst die kommunikative Vernetzung und Steuerung von Stromerzeugern, Speichern, elektrischen Verbrauchern und Netzbetriebsmitteln in Energieübertragungs- und -verteilungsnetzen der Elektrizitätsversorgung.

Damit wird eine Überwachung und Optimierung der miteinander verbundenen Bestandteile ermöglicht. Ziel ist die Sicherstellung der Energieversorgung auf Basis eines effizienten und zuverlässigen Systembetriebs.

Während bislang Stromnetze mit zentraler Stromerzeugung dominieren, werden Strategien auf der Basis dezentraler Erzeugungsanlagen derzeit verstärkt diskutiert -  sowohl bei der Erzeugung aus fossiler Primärenergie durch kleine KWK-Anlagen als auch bei der Erzeugung aus erneuerbaren Energiequellen z.B. durch Photovoltaik-, Windkraft- oder Biogasanlagen. Dies führt zu einer wesentlich komplexeren Struktur vor allem im Bereich der Lastregelung und zur Aufrechterhaltung der Netzstabilität. Dies wird unter dem Begriff virtuelles Kraftwerk zusammengefasst. Kleinere, dezentrale Erzeugeranlagen speisen im Gegensatz zu mittleren bis größeren Kraftwerken auch direkt in die unteren Spannungsebenen wie dem Niederspannungsnetz oder dem Mittelspannungsnetz ein.

Smart Meter

Ein Smart Meter ist ein intelligenter Zähler für Energie, der digital Daten empfängt und sendet und dazu in ein Kommunikationsnetz eingebunden ist.

Ein intelligenter Zähler kann die Daten automatisch an das Energieversorgungsunternehmen übertragen. Der Zweck intelligenter Zähler ist es, variable Leistungsentgelte in Abhängigkeit von der Gesamtnachfrage und Netzauslastung erheben zu können. Die Energieversorger verbinden damit die Erwartung, das Netz und die vorhandene Kraftwerkinfrastruktur besser ausnutzen sowie Investitionen für Spitzenlastausbau vermeiden oder zumindest zurückstellen zu können. In Deutschland sind Smart Meter keine Pflicht – einzig bei Neubauten und bei Totalsanierungen müssen sie kostenneutral eingebaut werden (für Strom und Gas). Hierfür ist der Netzbetreiber zuständig.

Solare Nahwärme

Solar unterstützte Nahwärmesysteme versorgen mehrere Gebäude über ein Nahwärmenetz mit Wärme von einer zentralen Heizzentrale aus, wobei teilweise Solarwärme als Wärmequelle genutzt wird.

In den Gebäuden wird die gelieferte Wärme zur Raumheizung und Trinkwassererwärmung genutzt, wodurch das Nahwärmenetz als 2-Leiter-Netz betrieben werden kann. Wird zum Transport der Solarwärme in die Heizzentrale ein weiteres Solar-Leitungsnetz verlegt, spricht man von einem Nahwärmesystem mit 2+2–Leiternetz.

Sonnenschutz

Tageslicht ist wichtig für das Wohlbefinden von Menschen. In Gebäuden vermittelt es den Bezug zum Außenraum und ist im Gegensatz zu einer statischen Kunstlichtbeleuchtung erheblich dynamischer und damit stimulierender.

Mit einer gut geplanten Tageslichtbeleuchtung können Innenräume attraktiv gestaltet und gute Sehbedingungen erreicht werden. Das fördert ermüdungsfreies, produktives und sicheres Arbeiten.

Sonnenschutzsysteme sollen das Gebäude vor Überhitzung schützen. Dabei soll der Innenraum weiterhin mit Tageslicht beleuchtet und der Ausblick ins Freie gewahrt bleiben. Sonnenschutzsysteme begrenzen die Sonneneinstrahlung in einen Raum, damit dieser nicht überwärmt. Ihr Effekt kann mit dem Gesamtenergiedurchlassgrad der Fassade beziffert werden. Dieser g-Wert der Gesamtkonstruktion umfasst sowohl den Strahlungsdurchgang als auch die sekundäre Wärmeabgabe nach innen.

Bei der Vielfalt und Verschiedenartigkeit von Tageslichtsystemen geht es darum, das für die jeweiligen Nutzungsanforderungen geeignete System oder eine passende Kombination von Systemen zu wählen.

Sonnenschutzglas

Innovative Sonnenschutzsysteme mit Licht lenkender Charakteristik, Richtungsselektivität oder spektraler Selektivität oder mit Schalt- bzw. Regelbarkeit.

Speichermasse

Speichermasse (auch speicherwirksame Bauwerksmasse) ist die Bauwerksmasse, welche durch ihre thermische Trägheit nennenswerten Einfluss auf das zeitliche thermische Verhalten des Gebäudes aufweist.

Sie kann Wärme- und Kältepotenziale speichern und zeitversetzt abgeben.