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Glossar

Paneel

Ein Paneel (niederdeutsch und niederländisch für „Tafel“, englisch: panel) ist eine Holztafel bzw. eine speziell präparierte Platte als Wand- und Deckenverkleidung.

Dabei wird sowohl die einzelne Tafel als auch die gesamte Verkleidung als Paneel oder Paneele bezeichnet. Der Begriff wird auch beispielsweise ein Solarmodul (Solarpaneel) oder eine Vakuum-Dämmplatte (Vakuumpaneel, Vakuum-Isolations-Paneel – kurz: VIP) verwendet.

Passivhaus

Ein Passivhaus ist ein Gebäude, in dem eine behagliche Temperatur sowohl im Winter als auch im Sommer ohne separates Heiz- bzw. Klimatisierungssystem zu erreichen ist.

Es muss die Grenzwerte von einem Heizwärmebedarf von weniger als 15 kWh/(m²a) und einem Primärenergiebedarf einschließlich Warmwasser und Haushaltsstrom von unter 120 kWh/(m²a) einhalten (berechnet mit dem Passivhaus-Planungspaket PHPP).

Durch die sehr gute Dämmung von Wänden, Fenstern und Türen, eine wärmebrückenoptimierte Gebäudehülle und Lüftung mit Wärmerückgewinnung genügen die in seinem Inneren vorhandenen Energiequellen wie die Körperwärme von Personen oder einfallende Sonnenwärme als Wärmequellen.

Das Passivhaus ist kein Markenname, sondern ein Baukonzept, dessen Anforderungen nicht von öffentlicher Seite, sondern von einem Institut (Passivhaus-Institut, Darmstadt) formuliert wurden. 

PCM

Phase Change Materials oder auch Latentwärme- und Kältespeicher: PCM können Wärmeenergie speichern, indem durch Wärmezufuhr ein Phasenübergang angeregt wird (zumeist Fest-Flüssig, also Schmelzen).

Als Materialien kommen Paraffine oder Salzhydrate in Frage. PCM können genutzt werden, um viel Wärme auf engem Raum speichern zu können. Außerdem können Phase Change Materials in Baustoffe eingelagert werden, um die in Räumen aktivierbare Wärmekapazität deutlich zu erhöhen. Werden PCM z.B. in Raumverkleidungsplatten oder Innenputze eingebracht, so kann trotz Leichtbauweise und geringem Platzverbrauch die thermische Trägheit eines Raumes erhöht werden.

Pelletheizung

Im Heizkessel einer Pelletheizung werden Holzpellets (kleine Presslinge aus Holzspänen und Sägemehl) verfeuert.

Zentralheizungen mit Pellets können durch maschinelle Beschickung einen hohen Automatisierungsgrad erreichen und sind in Betrieb und Wartung mit Öl- und Gasheizungen gleicher Leistungsstärke vergleichbar.

Pilotprojekt

Im Unterschied zu dem Demonstrationsprojekt hat das Pilotprojekt eher eine Forschungsfunktion.

Es ist der entscheidende Test für eine innovative Technologie oder ein neues Produkt nach der Labor- oder Technikumsphase. Die Erfahrungen im Pilotprojekt fließen direkt in die weitere Produkt- oder Technologieentwicklung ein. Erst danach werden breiter angelegte so genannte Feldtests oder Demonstrationsprojekte durchgeführt.

PPP

PPP steht für Public Private Partnership und meint eine vertraglich geregelte Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft.

Dabei werden die erforderlichen Ressourcen (z. B. Kapital, Betriebsmittel, Personal etc.) von den Partnern zum gegenseitigen Nutzen in einem gemeinsamen Organisationszusammenhang eingestellt.

Als Public Private Partnership (Abkürzung PPP), auch Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP), wird die Mobilisierung privaten Kapitals und Fachwissens zur Erfüllung staatlicher Aufgaben bezeichnet. Im weiteren Sinn steht der Begriff auch für andere Arten des kooperativen Zusammenwirkens von Hoheitsträgern mit privaten Wirtschaftssubjekten. PPP geht in vielen Fällen mit einer Teil-Privatisierung von öffentlichen Aufgaben einher.

Primärenergie

Primärenergie ist Energie in Formen, die in der Natur direkt vorkommen.

Dazu zählen Primärenergieträger wie Stein- und Braunkohle, Erdöl oder Erdgas sowie erneuerbare Energiequellen. In den meisten Fällen muss diese Primärenergie in Kohlebau, Raffinerien, (Heiz-)Kraftwerken etc. in Sekundärenergie umgewandelt werden (Koks, Briketts, Strom, Fernwärme, Heizöl oder Benzin). Die Energie am Ort des Verbrauchs ist die Endenergie, die in Nutzenergie umgewandelt wird – in Heiz- und Prozesswärme, Licht sowie mechanische Energie.

Primärenergieverbrauch

Im Unterschied zum Energiebedarf ist der Energieverbrauch eine gemessene Größe.

Die Menge Energie, die tatsächlich in einem bestimmten Zeitraum verbraucht wurde. Daher schließt der Energieverbrauch das reale Klima und das Nutzerverhalten ein. Um den Einfluss des von Jahr zu Jahr verschiedenen Außenklimas zu neutralisieren, kann eine normierte Klimabereinigung vorgenommen werden.

Physikalisch gesehen kann Energie nicht verbraucht, sondern nur in ein andere Energieformen umgewandelt werden. Dennoch hat sich der Begriff eingebürgert.

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