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Glossar

Lebenszyklusanalyse

Unter einer Lebenszyklusanalyse (auch Ökobilanz) versteht man eine Analyse der Umweltwirkungen eines Gebäudes während der gesamten Lebensdauer.

Dazu gehören sämtliche Umweltwirkungen während der Produktion (auch der einzelnen Baustoffe), der Nutzungsphase und des Rückbaus, sowie die damit verbundenen vor- und nachgeschalteten Prozesse (z. B. Herstellung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Zu den Umweltwirkungen zählt man sämtliche umweltrelevanten Entnahmen aus der Umwelt (z. B. Erze, Rohöl) sowie die Emissionen in die Umwelt (z. B. Abfälle, CO2).

low-e

Low-e-Schichten oder genauer: low-ε-Schichten sind optische Funktionsschichten, die einen geringen Emissionsgrad ε aufweisen.

Solche Oberflächen strahlen bei eigener Erwärmung relativ wenig Wärme an die Umgebung ab und reflektieren gleichzeitig einen Großteil der aus der Umgebung auftreffenden Wärmestrahlung. Heute kommerziell erhältliche Wärmeschutzverglasungen werden hierfür mit Edelmetallen (vor allem Silber) beschichtet. So werden Werte für den Emissionsgrad ε im Bereich von nur 0,02 bis 0,09 erreicht.

Luftqualität

Die Luftqualität in Räumen beeinflusst das Wohlbefinden und die Arbeitsproduktivität entscheidend.

Die zwei wesentlichen Anforderungen an die Raumluft sind hierbei:

  1. In der Luft sollen sich möglichst wenig Schadstoffe befinden (Flüchtige organische Verbingungen (VOC), Aldehyde etc. aber auch Staub, Pollen usw.), und der CO2-Gehalt soll begrenzt werden (Pettenkofer-Maßstab)
  2. Die Luft darf nicht als muffig, übelriechend oder abgestanden empfunden werden

Da insbesondere das zweite Kriterium sehr stark von der persönlichen Empfindung der einzelnen Person abhängt, deutet eine große Anzahl von zufriedenen Raumnutzern auf eine gute Raumluftqualität hin, sofern sich keine Schadstoffe in der Raumluft befinden.

Eine gute Luftqualität wird erreicht, indem zum einen im Raum Schadstoffemissionen über Möbel, Teppiche, Anstriche etc. soweit möglich reduziert werden. Zum anderen kann über einen ausreichenden Luftwechsel (freie oder maschinelle Lüftung) frische Luft zugeführt werden.

Luftwechsel

Unter Luftwechsel versteht man den kontinuierlichen Austausch der Raumluft.

Ein Maß für die Höhe des Luftwechsels ist die Luftwechselrate n (Einheit 1/h). Sie gibt anschaulich an, wie oft die Luft eines Raumes pro Stunde ausgetauscht wird.

Ein ausreichender Luftwechsel ist in Räumen, in denen sich Menschen aufhalten, notwendig für

  • die Versorgung mit Sauerstoff,
  • die Abführung des ausgeatmeten Kohlendioxids,
  • die Abführung von Gerüchen und weiteren als unangenehm empfundenen Bestandteilen der Luft (z. B. Ausdünstungen aus Möbeln, Anstrichen, Teppichen etc.) und für
  • den Abtransport überhöhter Luftfeuchtigkeit.

Die EnEV fordert, dass Umfassungsflächen von Gebäuden einschließlich der Fugen dauerhaft luftundurchlässig entsprechend dem Stand der Technik abgedichtet sind. Zugleich wird folgerichtig gefordert, dass „der zum Zwecke der Gesundheit und Beheizung erforderliche Mindestluftwechsel sichergestellt ist“. Werden dazu andere Lüftungseinrichtungen als Fenster verwendet, müssen diese bestimmten Anforderungen genügen.

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