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Glossar

Emission

Alle Stoffe, Energien und Strahlungen, die eine Quelle an ihre Umgebung abgibt, werden als Emissionen bezeichnet.

Meist sind damit schädliche Stoffe oder Energien gemeint. Schadstoffe können in Rauchgasen, Abluft oder Abfällen erhalten sein. Schadenenergien können in Form von Radioaktivität, Elektrosmog oder Lärm übertragen werden. Das Verhindern von Emissionen ist eine der Kernaufgaben des Umwelt- und Klimaschutzes. In der aktuellen Diskussion wird der Begriff Emission vor allem mit gefährlich hohem CO2 -Ausstoß in Zusammenhang gebracht.

Emissionshandel

Ab dem 1. Januar 2005 können Unternehmen in Europa Emissionsrechte handeln.

Die Idee, die hinter dem Handel steckt ist einfach: Für den Klimaschutz ist es unerheblich, wo Emissionen eingespart werden. Wesentlich ist, dass sie eingespart werden. Im Emissionshandel werden deshalb erstmals die Mechanismen des Marktes für den Klimaschutz eingesetzt.

Die EU hat sich im Kyoto-Protokoll verpflichtet, die Emissionen um insgesamt 8% zu reduzieren. Dieser Wert bestimmt auch den Emissionshandel. Jedes Land darf nur die Menge an Zertifikaten an seine Unternehmen verteilen, die seiner Kyoto-Verpflichtung entspricht. Welches Unternehmen wie viele Rechte erhält, legen die Länder in den nationalen Allokationsplänen fest. Verbraucht ein Unternehmen seine Zertifikate nicht, weil es emissionssparend arbeitet, kann es die Rechte auf dem Markt verkaufen und wird so für sein klimafreundliches Handeln belohnt. Unternehmen, die zu viel emittieren, müssen Rechte ankaufen. Die vermiedene Tonne des Treibhausgases CO2 erhält so zum ersten Mal einen Marktpreis. Experten vermuten, dass dieser bei etwa 10 bis 15 € liegen wird.

Am Emissionshandel werden zunächst nur besonders energieintensive Branchen und die Energieerzeuger teilnehmen. Vorgesehen ist, den Handel mit einer Pilotphase (2005-2007) und einer ersten Handelsphase (2008 -2012) zu beginnen. Nach der Pilotphase können die Länder entscheiden, ob sie den Handel auf weitere Treibhausgase und weniger energieintensive Branchen ausdehnen.

Emissionsrecht

Am ersten Januar 2005 hat der Emissionshandel in der Europäischen Union begonnen.

Unternehmen der betroffenen Branchen müssen seitdem für jede Tonne CO2, die sie ausstoßen, ein Emissionszertifikat nachweisen.

Energetische Betriebsoptimierung

Im Gebäudebereich werden mit der energetischen Betriebsoptimierung vorwiegend Büro- und Verwaltungsgebäude, über mehrere Jahre evaluiert und ihre Performance mit überwiegend nicht-investiven Maßnahmen optimiert.

Die Optimierung erfolgt unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und fokussiert auf die Energiekosten, den Nutzungskomfort und ein effektives Gebäudemanagement. Die energetische Betriebsoptimierung umfasst alle für den Gebäudebetrieb relevanten Bereiche, von der aussagekräftigen Funktionsbeschreibung bis zum effektiven Energiemanagement, vom Mängelmanagement bis zur Nutzerschulung. Neben der Energieeffizienz werden insbesondere auch das Raumklima, speziell bzgl. der Behaglichkeitskriterien (Komfort), sowie die Produktivität und Leistungsfähigkeit der Nutzer untersucht.

Bei Neubauten können die Grundlagen für eine optimale Betriebsführung schon in der Planungsphase gelegt werden, insbesondere durch Überlegungen zu den für eine adäquate Messwerterfassung (ein Monitoring) notwendigen Installationen innerhalb der Gebäudeautomationssysteme und/oder Kopplungen mit Energiemanagement- bzw. Energiecontrolling- Systemen. Die eigentliche Betriebsoptimierung beginnt dann mit der sorgfältigen Inbetriebnahme des Gebäudes. Neben der unmittelbaren Optimierung, die dem Gebäude und seinen Nutzern zugutekommt, kann eine solche Qualitätssicherung auch wichtige Erkenntnisse für zukünftige Projekte ergeben.

Energiebedarf

Der Energiebedarf ist die Menge an Energie, die ein Gebäude unter festgelegten Bedingungen in einem bestimmten Zeitraum benötigt.

Der Energiebedarf ist eine kalkulatorische Größe und wird nach einem definierten Verfahren berechnet (z. B. bei Nichtwohngebäuden nach DIN V 18599). Aufgrund von Einflüssen wie Wetter, Nutzerverhalten oder Anlagenbetrieb kann der tatsächliche Energieverbrauch von dem kalkulierten Energiebedarf abweichen.

Energieeffizienz

Unter dem Begriff Energieeffizienz versteht man, dass ein gewünschter Nutzen mit einem möglichst geringen Aufwand an Energie erreicht wird.

Gemäß dem ökonomischen Prinzip sind Vorgänge auf Dauer nur dann nachhaltig erfolgreich, wenn jeder unnütze Verbrauch vermieden wird. Dies gilt im Besonderen auch für die Energie, die sich mit der Zeitdauer der wirkenden Leistung ergibt.

Energiekennwert

Mit Energiekennwert wird ein auf eine Fläche und einen Zeitraum berechneter oder gemessener Energieaufwand bezeichnet.

Energieverbrauch

Physikalisch gesehen kann Energie - in einem geschlossenen System - nicht verbraucht, sondern nur in eine andere Energieform umgewandelt werden.

Dennoch hat sich der Begriff eingebürgert. Im Unterschied zum Energiebedarf ist der Energieverbrauch eine gemessene Größe: die Menge Energie, die tatsächlich in einem bestimmten Zeitraum verbraucht wurde. Daher schließt der Energieverbrauch das reale Klima und das Nutzerverhalten ein. Um den Einfluss des von Jahr zu Jahr verschiedenen Außenklimas zu neutralisieren, kann eine normierte Klimabereinigung vorgenommen werden.

EnEV

Energieeinsparverordnung

Die letzte Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV), die am 1. Mai 2014 in Kraft getreten ist, enthält unter anderem eine Anhebung der Neubauanforderungen, die zum 1. Januar 2016 wirksam geworden ist: Der erlaubte Jahres-Primärenergiebedarf für Neubauten wird um durchschnittlich 25 Prozent und der Wert für die Mindestwärmedämmung der Gebäudehülle um durchschnittlich 20 Prozent gesenkt. Die Anforderungen an die energetischen Anforderungen an Neubauten sind somit seit dem 1. Januar 2016 entsprechend strenger.

Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien, auch alternative oder regenerative Energien genannt, sind die Energieformen, die dem Menschen quasi unbegrenzt zur Verfügung stehen.

Zu diesen zählen: Biomasse, Erdwärme, Sonne, Wasser und Wind. Die Bundesregierung hat sich vorgenommen, den Anteil der Erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren noch drastisch zu erhöhen und sich das Ziel gesetzt, dass bis zum Jahr 2020 die Erneuerbaren Energien für 20% des Gesamtstrombedarfs sorgen sollen.

European Energy Award®

Der European Energy Award® ist ein vielfach erprobtes Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren, das auf europäischer Ebene entwickelt wurde und laufend umgesetzt wird.

Ziel ist es, die Qualität der Energieerzeugung und -nutzung in einer Kommune zu bewerten, regelmäßig zu überprüfen und Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz zu erschließen. Basis des Systems sind standardisierte und anwendungsoptimierte Werkzeuge für kommunale Energieprojekte.

EWB

ENERGIEWENDEBAUEN

ENERGIEWENDEBAUEN ist eine Forschungsinitiative des BMWi.

ENERGIEWENDEBAUEN bündelt und vernetzt inhaltlich die bisherigen Forschungsfelder Energieoptimiertes Bauen (EnOB), Energieeffiziente Stadt (EnEff:Stadt) und Energieeffiziente Wärme- und Kältenetze (EnEff:Wärme),  thermische Energiespeicher und Niedertemperatur-Solarthermie sowie die Förderinitiativen Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt und EnEff.Gebäude.2050 unter einem Dach.

Exergie

Exergie bezeichnet den Anteil der gesamten Energie eines Systems oder Stoffstroms, der Arbeit verrichten kann, wenn er in das thermodynamische Gleichgewicht mit seiner Umgebung gebracht wird.

Exergie basiert also auf einem Potential zwischen mindestens 2 Zuständen, wobei einer davon meist der Umgebungszustand ist. Die Exergie ist im Gegensatz zur Energie keine Erhaltungsgröße, d. h. im Gegensatz zur Energie kann Exergie vernichtet werden, während Energie lediglich umgewandelt wird.

Exergie im Wärmekontext (thermische Exergie) bezeichnet die Arbeit, welche durch den Einsatz eines idealen Wärmekraftwerks (einer idealen Carnot-Maschine) zwischen Umwelt und dem betrachtetem Wärmestrom maximal gewonnen werden kann.

Ist die Temperatur des Wärmestroms größer als die der Umgebung, wäre die Quelle dieser Arbeit der Wärmestrom. Ist die Temperatur des Wärmestroms kleiner als die der Umgebung, wäre die Quelle der Arbeit die Referenzumgebung. Der "kalte" Wärmestrom würde hier einen Teil der Umgebungswärme nutzbar machen.