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Glossar

Behaglichkeit

Der bauphysikalische Begriff der Behaglichkeit beschreibt den Zusammenhang zwischen dem Raumklimazustand und dem Wohlbefinden der sich darin aufhaltenden Personen.

Da Behaglichkeit subjektiv empfunden wird, gibt es keine strengen physikalischen Grenzen, sondern einen Behaglichkeitsbereich.

Zu den Hauptfaktoren für die Behaglichkeit gehören Luft- und Oberflächentemperatur, Luftfeuchte, Luftbewegung, Luftqualität, Beleuchtung und Akustik. Vom Menschen abhängig sind Aktivität und Kleidung. Aber auch Jahreszeit, Alter und Geschlecht der Person können Auswirkungen auf das Behaglichkeitsempfinden haben.

Aufgrund individueller Unterschiede in der Reaktion auf diese Faktoren ist es nicht möglich, ein thermisches Raumklima zu schaffen, in welchem das Wohlbefinden gleichzeitig für alle erreicht wird. Immer wieder gibt es einen Anteil von Personen, die mit der Situation unzufrieden sind. Daher wird in Normen i. d. R. Behaglichkeit mit einem Prozentsatz zufriedener Personen ausgedrückt.

Benchmark

Eine Benchmark oder das Benchmarking ist eine vergleichende Analyse mit einem festgelegten Referenzwert.

Benchmarking wird in vielen verschiedenen Gebieten mit unterschiedlichen Methoden und Zielen angewendet.

Betonkerntemperierung

Bei der Betonkerntemperierung wird die Bauwerksmasse von Betonbauteilen zur Temperierung eines Raumes genutzt.

Dazu werden i. d. R. wasserführende Rohrregister in Bauteilen integriert. Die große wärmeübertragende Fläche ermöglicht es, die relativ geringen Temperaturunterschiede natürlicher Wärmequellen bzw. –senken effektiv zu nutzen. Die Betonkerntemperierung ist eine Variante thermoaktiver Bauteilsysteme.

Betriebsdiagnose

Die Betriebsdiagnose erschließt neue Einsparpotenziale für den Betrieb gebäudetechnischer Anlagen.

Sie nutzt die Datenaufzeichnungen der Gebäudeautomation in der Betriebsphase, um daraus Optimierungspotenziale abzuleiten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf nichtinvestiven Maßnahmen, die mit der bestehenden Anlagentechnik umsetzbar sind. In der Betriebsprognose wird der Gebäudebetrieb Gegenstand der Planung. Betriebsfunktionen und Regelmechanismen werden dabei bereits in frühen Planungsphasen erarbeitet und auf das Gebäude und die verwendete Technik hin optimiert. Im Laufe der Planung erfolgt dabei immer wieder eine Anpassung und Verfeinerung des Betriebskonzepts. Zur Optimierung können beispielsweise Simulationsprogramme eingesetzt werden. Mit der Betriebsprognose lassen sich somit die Planungsergebnisse besser in den Betrieb umsetzen. Ziel ist ein möglichst energiesparender Betrieb und damit minimierte Lebenszykluskosten des Gebäudes.

Betriebsoptimierung

Im Gebäudebereich werden mit der energetischen Betriebsoptimierung vorwiegend Büro- und Verwaltungsgebäude, über mehrere Jahre evaluiert und ihre Performance mit überwiegend nicht-investiven Maßnahmen optimiert.

Die Optimierung erfolgt unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und fokussiert auf die Energiekosten, den Nutzungskomfort und ein effektives Gebäudemanagement. Die energetische Betriebsoptimierung umfasst alle für den Gebäudebetrieb relevanten Bereiche, von der aussagekräftigen Funktionsbeschreibung bis zum effektiven Energiemanagement, vom Mängelmanagement bis zur Nutzerschulung. Neben der Energieeffizienz werden insbesondere auch das Raumklima, speziell bzgl. der Behaglichkeitskriterien (Komfort), sowie die Produktivität und Leistungsfähigkeit der Nutzer untersucht.

Bei Neubauten können die Grundlagen für eine optimale Betriebsführung schon in der Planungsphase gelegt werden, insbesondere durch Überlegungen zu den für eine adäquate Messwerterfassung (ein Monitoring) notwendigen Installationen innerhalb der Gebäudeautomationssysteme und/oder Kopplungen mit Energiemanagement- bzw. Energiecontrolling- Systemen. Die eigentliche Betriebsoptimierung beginnt dann mit der sorgfältigen Inbetriebnahme des Gebäudes. Neben der unmittelbaren Optimierung, die dem Gebäude und seinen Nutzern zugutekommt, kann eine solche Qualitätssicherung auch wichtige Erkenntnisse für zukünftige Projekte ergeben.

BHKW

Blockheizkraftwerk

Blockheizkraftwerke (BHKW) sind Anlagen zur gleichzeitigen Erzeugung von elektrischem Strom und Wärme. Die Abwärme der Stromerzeugung kann dabei lokal als Wärme genutzt werden. Dadurch wird eine hohe Ausnutzung der eingesetzten Primärenergie erreicht. Als so genanntes Mikro-BHKW können sie auch für die Versorgung einzelner Gebäude ausgelegt werden.

Blower-Door

Mit dem Blower-Door-Test wird die Luftdichtheit von Gebäuden gemessen.

Bei geschlossenen Fenstern und Außentüren wird mit einem Ventilator ein konstanter Differenzdruck zwischen Innen und Außen erzeugt. Durch die Messung des von dem Gebläse geförderten Volumenstroms wird die Luftwechselzahl n50 (bei Druckdifferenz 50 Pa) ermittelt.

Nach der EnEV darf die Luftwechselzahl n50 bei Gebäuden ohne Lüftungsanlagen den Wert 3 und bei Gebäuden mit Lüftungsanlagen den Wert 1,5 nicht überschreiten. Die Blower-Door-Messung dient als baubegleitende Qualitätssicherung. Daneben können gezielt Ursachen für Bauschäden identifiziert werden, indem das Verfahren mit Thermografie, Nebel oder Luftgeschwindigkeitsmessung (Thermoanemometer) kombiniert wird.

BUS-Systeme

Ein Bus bezeichnet in der Datenverarbeitung ein Kommunikationsstandard, der dem Austausch von Daten zwischen verschiedenen Instanzen und Hardwarekomponenten dient.

In Gebäuden können damit Beleuchtung, Sonnenschutz, Fenster- und Türen, Heizung, Klima und Lüftung gesteuert und überwacht werden.

Häufig verwendete Standards in der Gebäudeautomation sind EIB (Europäischer Installationsbus), KNX (Konnex-Bus), LCN (local control network), BACnet (Building Automation and Control network) oder LON (local operating network). Hinzu kommen neuerdings drahtlose Funkbus-Systeme wie Funk-KNX, EnOcean oder ZigBee.

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