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Gebäude entlasten Stromnetze

Netzdienliche Gebäude und Quartiere

Autor: Autorenteam um Prof. Dr. Doreen Kalz, Beuth Hochschule für Technik Berlin (ehem. Fraunhofer ISE)
Verlag: BINE Informationsdienst
Publikationstyp: BINE-Publikationen
Förderkennzeichen: 03ET1111A, 03ET1111B
Bibliographische Angaben:

Kalz, Doreen et al.: Netzdienliche Gebäude und Quartiere. Gebäude entlasten Stromnetze, FIZ-Karlsruhe GmbH, BINE Informationsdienst, Bonn (Hrsg.), 2018, 24 S., 1,1 MB.

 

Bezugspreis: Kostenloser Download

Schlagworte:

Da die deutsche Energieversorgung zukünftig zu großen Teilen auf Solar- und Windenergie beruhen wird, welche nicht auf Abruf zur Verfügung stehen, müssen neue Konzepte entwickelt werden, um die Versorgungssicherheit und Netzstabilität zu gewährleisten. Zugleich spielt ein künftig klimaneutraler Gebäudebestand in den Konzepten der Bundesregierung für den Klimaschutz eine zentrale Rolle.

Denn der Gebäudesektor als ein Hauptenergieverbraucher im deutschen Energiesystem kann einen wesentlichen Beitrag zu mehr Flexibilität und zu einem „netzdienlichen“ Verbrauchsverhalten leisten, indem Gebäude und Quartiere als regelbare Last, als Stromspeicher oder als dezentrale Erzeuger agieren. Durch die gezielte Veränderung des zeitlichen Strombezugs- und Einspeiseprofils unterstützen sie Lastglättung und Lastverschiebung. Gebäude verfügen über eine große thermische Speicherkapazität in Form von Warm- und Kaltwasserspeichern sowie der Gebäudemasse selbst. Daher kann durch die Kopplung mit strombasierten Technologien zur Wärme- und Kälteversorgung wie Wärmepumpen und Kältemaschinen überschüssiger Strom in thermische Energie gewandelt oder bei zusätzlichem Bedarf dezentrale Blockheizkraftwerke betrieben werden.

Netzdienlichkeit ist somit eine zusätzliche Anforderung an Gebäude und Quartiere der Zukunft – neben Energie- und Kosteneffizienz, Ökologie oder dem Komfort für die Nutzer. Das vorliegende Themeninfo definiert zunächst genauer, wie Netzdienlichkeit quantifiziert werden kann, wie sich Netzanforderungen in Führungsgrößen abbilden und in neuartigen netzreaktiven Regelkonzepten berücksichtigen lassen. Hintergrund dafür ist das Forschungsverbundprojekt „Netzreaktive Gebäude“, das im Rahmen der Forschungsinitiativen „EnOB – Forschung für Energieoptimiertes Bauen“ sowie „EnEff:Stadt – Forschung für die energieeffiziente Stadt“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wurde. Das Themeninfo gibt dazu Einblick in aktuelle Debatten und Forschungsarbeiten.

Letzte Aktualisierung: 5. September 2018

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