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Gebäudeperformance planen, erfassen und bewerten

Autor: K. Voss, A. Wagner, S. Herkel
Verlag: DETAIL - Institut für internationale Architektur-Dokumentation
Publikationstyp: Fachartikel
Bibliographische Angaben:

K. Voss, A. Wagner, S. Herkel: Gebäudeperformance planen, erfassen und bewerten, in: DETAIL Green 2/2014, DETAIL - Institut für internationale Architektur-Dokumentation.

 

Bezugspreis: 14,50 Euro

Schlagworte:

Dass Raumklima, Luftqualität, Raumakustik und Energieverbrauch im Gebäudebetrieb in etwa den Planungswerten entsprechen, ist keine Selbstverständlichkeit. Hierzu sind neben einer qualifizierten Planung und Ausführung auch eine koordinierte Inbetriebnahme und die regelmäßige Optimierung des Gebäudebetriebs erforderlich. Die Performance eines Gebäudes erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Stärken und Schwächen im Gebäudebetrieb werden im Detail nur mit einem detaillierten Monitoring sichtbar. Die Autoren beleuchten die verschiedenen Facetten der Gebäudeperformance auf Basis von verschiedenen Modellprojekten der Forschungsinitiative EnOB.

Dass Raumklima, Luftqualität, Raumakustik und Energieverbrauch im Gebäudebetrieb in etwa den Planungswerten entsprechen, ist keine Selbstverständlichkeit. Hierzu sind neben einer qualifizierten Planung und Ausführung auch eine koordinierte Inbetriebnahme und die regelmäßige Optimierung des Gebäudebetriebs erforderlich. Die Performance eines Gebäudes erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Stärken und Schwächen im Gebäudebetrieb werden im Detail nur mit einem detaillierten Monitoring sichtbar. Die Autoren beleuchten die verschiedenen Facetten der Gebäudeperformance auf Basis von verschiedenen Modellprojekten der Forschungsinitiative EnOB.

Die Autoren kommen dabei vor dem Hintergrund zahlreicher Forschungsergebnisse und untersuchte Modellprojekte zu dem Schluss, dass sich mit dem heute vorhandene Know-how und den leistungsfähigen Werkzeugen die Gebäudeperformance vieler Gebäude deutlich verbessern lässt. Dass die meisten Gebäude unter ihren Möglichkeiten betrieben werden, liege am mangelnden ökonomischen Anreiz, aber auch an der Tatsache, dass ein nicht optimaler Gebäudebetrieb quasi als "normal" hingenommen wird. Für ein Monitoring und eine Betriebsoptimierung sei es aber nie zu spät. Gerade Bestandsgebäude böten hohe Potenziale, die speziell bei großen Bauten wirtschaftlich erschlossen werden können. Mit den Projekten des EnOB-Forschungsbereichs EnBop »Energetische Betriebsoptimierung« konnte gezeigt werden, dass ein Großteil aller Fehlfunktionen in gebäudetechnischen Anlagen auf die Betriebsphase zurückzuführen ist und dass die Hälfte aller Verbesserungen ohne investive Maßnahmen allein auf der Ebene der Anlagensteuerung erreicht werden konnte. Monitoringergebnisse und ihr Vergleich mit Benchmarks können gerade Eigentümern größerer Immobilienbestände als wichtige Entscheidungsgrundlage für kurz- und längerfristige Sanierungsmaßnahmen dienen. Für neue Gebäude erscheint es besonders zielführend, wenn Planer durch geeignete Vertragsgestaltung von der Übererfüllung von Performancezielen profitieren. Damit wird ihr Planungswissen für die Optimierung der Betriebsführung nutzbar. Wenn Planer die gute Performance „ihrer Gebäude“ aktiv kommunizieren, wird zukünftig die schlechte Performance als weniger normal betrachtet. In Anbetracht der hohen Energieeinsparpotenziale durch eine verbesserte Betriebsführung von Gebäuden erscheint die Forderung nach Einführung einer honorierten Planungsphase 10 „Betrieb und Optimierung“ angemessen. Geeignete Förderinstrumente könnten Anreize für ihre Einführung bilden.

Letzte Aktualisierung: 9. August 2017

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