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Klimaneutrale Fernwärme

Fernwärmenetz wird zur Wärmedrehscheibe

Autor: Gintars, Dorothee
Verlag: BINE Informationsdienst
Publikationstyp: BINE-Publikationen
Förderkennzeichen: 0325864, 03ETS002A, 03ETS002B
Bibliographische Angaben:

Gintars, Dorothee:
Fernwärmenetz wird zur Wärmedrehscheibe. Multifunktionaler Großwärmespeicher ermöglicht flexible, klimaneutrale Fernwärmeversorgung, FIZ-Karlsruhe GmbH, BINE Informationsdienst, Bonn (Hrsg.), 2018, 4 S.

 

Bezugspreis: Kostenloser Download

Schlagworte:

Die brandenburgische Stadt Hennigsdorf will innerhalb von fünf Jahren den klimaneutral erzeugten Anteil der Wärme in ihrem Fernwärmenetz auf 80 Prozent ausbauen. Dazu planen die Stadtwerke, die Abwärme des örtlichen Stahlwerks und große Solarkollektorfelder in das Netz zu integrieren. Ein multifunktionaler Großwärmespeicher soll die notwendige Flexibilität schaffen. Das Konzept steht, die Umsetzung ist 2017 gestartet. Hennigsdorf dient damit als ein Reallabor für die regenerative Zukunft der Wärmeversorgung.

Die Stadtwerke Hennigsdorf versorgen 9.500 Wohneinheiten, kommunale Einrichtungen sowie 54 Gewerbe- und Industriebetriebe mit Fernwärme, hierunter auch große metallerzeugende und -verarbeitende Unternehmen. Der jährliche Wärmeabsatz beträgt rund 117 GWh, die derzeitige thermische Erzeugerkapazität 82,5 MW. Erneuerbare Energieträger liefern bereits die Hälfte der örtlichen Fernwärme. Für den wirtschaftlichen Betrieb eines Biomasse-Heizkraftwerks und eines Bioerdgas-Blockheizkraftwerks wurde in den Jahren 2009 und 2010 ein hydraulischer Gesamtverbund der ursprünglich vier Einzelnetze geschaffen. Die Grundund Mittellast des Verbundnetzes lassen sich so ganzjährig aus regenerativen Quellen decken.

Jetzt möchten die Stadtwerke den Anteil an klimaneutraler Wärmeerzeugung auf 80 Prozent ausbauen. Zwei weitere Wärmequellen sollen dazu für die Fernwärmeversorgung erschlossen werden: Abwärme aus der Industrie, insbesondere aus einem im Versorgungsgebiet ansässigen Stahl- und Walzwerk, sowie solarthermische Anlagen, zentral durch Kollektorfelder der Stadtwerke und dezentral bei den Kunden. Dafür ist eine grundlegende Umstrukturierung und Weiterentwicklung des bestehenden Fernwärmenetzes und dessen Regel- und Betriebsweise notwendig.

Letzte Aktualisierung: 8. Februar 2018

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