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Ein Schritt zum einheitlichen kommunalen Energiemanagement

Bis zu einem Fünftel der Energiekosten kommunaler Liegenschaften können mithilfe eines kommunalen Energiemanagements eingespart werden. Das Foto zeigt die Zentralbibliothek in Nürnberg, bestehend aus dem sanierten Bestandsgebäude und einem neu errichteten langgestreckten Riegel.

© Hochbauamt Stadt Nürnberg

Nicht nur der Zustand der Gebäudehülle und verwendete Baumaterialien haben Einfluss auf die Energieeffizienz von Gebäuden und Öffentlichen Einrichtungen. Neben konstruktiven Fragen und dem Verhalten der Nutzer bieten eine optimierte Betriebsführung und ein verbessertes Energiemanagement von Gebäudeenergiesystemen sowie Wärme- und Kältenetzen große Einsparpotenziale. In größeren Gebäudekomplexen kann allein durch regelungstechnische Optimierungsmaßnahmen eine Energieeinsparung von bis zu 30 Prozent erreicht werden. Aktuelles Forschungsthema ist deshalb die Online-Betriebsüberwachung von komplexen Gebäuden und Liegenschaften - automatisiert und gekoppelt an die Gebäudeleittechnik. Dies hilft, Fehlfunktionen einzelner Technikkomponenten und Probleme in der Betriebsführung besser erkennen und beheben zu können.

Insbesondere in Städten und Gemeinden gilt es, einheitliche Qualitätsstandards für das Energiemanagement öffentlicher Liegenschaften zu etablieren. Denn viele Kommunen haben bislang aus Mangel an Zeit, Wissen und Ressourcen noch kein professionelles Energiemanagement einführen können. Ein aktuelles Kooperationsprojekt der vier Energieagenturen Baden-Württembergs, Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens hat hierzu Pionierarbeit geleistet: Unter dem Namen Kom.EMS haben sie ein Werkzeug für den Aufbau und laufenden Betrieb eines Energiemanagement-Systems für kommunale Verwaltungen entwickelt. Es hilft, das Energiemanagement zu bewerten, zu optimieren und zu verstetigen.

Das Werkzeug begleitet Kommunen von Beginn an und bezieht alle für das Energiemanagement relevanten Verwaltungsebenen und Instrumente mit ein, um dauerhaft Energie zu sparen. Mit Checklisten und einem digitalen Leitfaden bietet es ein kompaktes Informationspaket für den Aufbau des Energiemanagements. So schafft die Online-Plattform Strukturen, wenn Zuständigkeiten, etwa für einen energiesparenden Heizungsbetrieb, nicht klar geregelt sind. Ein Wissensportal mit konkreten Arbeitshilfen wie Muster-Beschlussvorlagen oder einem Rechentool helfen zudem bei der weiteren Umsetzung.

Links

Werkzeug zur Qualitätssicherung und Bewertung von Energiemanagementsystemen

Webseite Kom.EMS

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