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Die Fernwärme wird solar

Status-Workshop „Solarthermie in der Fernwärme“: Zu sehen ist eine Solarthermie-Anlage mit Einspeisung in das Fernwärme-Primärnetz am Zentrum für Energietechnik der TU Dresden.

Solarthermie-Anlage mit Einspeisung in das Fernwärme-Primärnetz am Zentrum für Energietechnik der TU Dresden

© Kirsten Lassig, TU Dresden

Die Solarthermie kommt so langsam in der Fernwärme an. Dies ist deutlich geworden auf dem Statusworkshop „Solarthermie in der Fernwärme“, mit dem Ende September in Dresden zu neuen Technologien der zentralen und dezentralen Einbindung von Solarthermie-Anlagen in die Wärmeversorgung vorgetragen wurde. Das liegt nicht allein an einer zunehmenden Zahl von solarthermischen Großanlagen, die an Wärmenetze gekoppelt werden. Hinzu kommen spannende Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die sich mit der technischen Einspeisung, mit Kostenreduktion und Betriebsführung solarisierter Wärmenetze, der Integration thermischer Speicher oder der Flexibilisierung von KWK-Anlagen beschäftigen.

Beispielhaft dafür stehen die Projekte DEZENTRAL, SWD.SOL und DELFIN. Im Forschungsprojekt DEZENTRAL wurden die technischen Auswirkungen einer dezentralen Einspeisung solarer Wärme untersucht. Verschiedene Einbindungsvarianten werden zurzeit im Rahmen des Folgeprojekts SWD.SOL im Fernwärmenetz der Stadtwerke Düsseldorf erprobt. Im Projekt DELFIN wollen Forscher herausfinden, wie sich eine zunehmende Anzahl dezentraler Wärmeerzeuger auf die Netzhydraulik und die thermische Wechselbeanspruchung bestehender Fernwärmenetze auswirkt und ob Wärmespeicher nachzurüsten sind. Damit können volatile Wärmequellen in der Netzplanung und im Netzbetrieb besser berücksichtigt werden.

Links

„Dezentrale Einspeisung solarer Wärme in Nah-und Fernwärmenetze“

Projekt DEZENTRAL

„Erneuerbare Wärme optimal in Fernwärmenetze einspeisen“

Projekt DELFIN