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Redaktionsblog

Quartiere werden als Leuchtturmprojekte positioniert

Auf der Fläche des ehemaligen Fliegerhorsts in Oldenburg entsteht ein neues Wohnquartier. Neben Neubauten sollen einige der vorhandenen alten Kasernengebäude erhalten bleiben und zu Wohngebäuden umgebaut werden. Geplant ist ein neues Infrastrukturkonzept, das die Sektoren Strom, Wärme/Kälte und Elektromobilität koppelt und in ein sektorenübergreifendes Versorgungsnetz integriert. Ergänzend entwickeln die Projektpartner eine digitale Service-Plattform für ein intelligentes Last- und Beschaffungsmanagement auf Ebene des Quartiers.

Auf der Fläche des ehemaligen Fliegerhorsts in Oldenburg entsteht ein neues Wohnquartier. Neben Neubauten sollen einige der vorhandenen alten Kasernengebäude erhalten bleiben und zu Wohngebäuden umgebaut werden. Geplant ist ein neues Infrastrukturkonzept, das die Sektoren Strom, Wärme/Kälte und Elektromobilität koppelt und in ein sektorenübergreifendes Versorgungsnetz integriert. Ergänzend entwickeln die Projektpartner eine digitale Service-Plattform für ein intelligentes Last- und Beschaffungsmanagement auf Ebene des Quartiers.

© Stadt Oldenburg

In bundesweit sechs Quartieren werden im Zuge der Förderinitiative „Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt“ klimaneutrale Lösungen realisiert und anschließend wissenschaftlich evaluiert. Der Fokus liegt – und das macht die Projekte vorbildlich – auf einem systemischen Ansatz für das Quartier: Strom, Wärme und Mobilität werden vernetzt. Auch sozialräumliche und ökonomische Prozesse sowie Energie- und Stoffströme werden in die Optimierung einbezogen.

Dabei soll es nicht allein um die technischen Herausforderungen gehen, sondern auch um passende rechtliche Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Konzepte sowie um eine effektive Vernetzung der Akteure. Vier Projekte in Kaiserslautern, Heide, Oldenburg und Zwickau werden bereits auf dieser Webseite dokumentiert, darauf verweist auch der aktuelle BMWi-Newsletter Energiewende direkt

Links

Energiewende direkt

BMWi-Newsletter 04/2018

Industrieareal in Kaiserslautern

Werksgelände wird zum klimaneutralen Stadtquartier

Stadtquartier in Heide

Lokal erzeugten Windstrom im Quartier nutzen

Ehemaliger Fliegerhorst in Oldenburg

Vom Fliegerhorst zum Wohnquartier mit innovativem Versorgungskonzept

Null-Emissionsquartier in Zwickau-Marienthal

Neues Wohnmodell soll Energiewende sozialverträglich umsetzen

Kleinserie mit großer Energieeffizienz

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) fördert verschiedene innovative Technologien, die noch in Kleinserie gefertigt werden. So zum Beispiel die Wärmerückgewinnung aus Abwasser in oder an Gebäuden.

Abwasser von Gebäuden enthält Wärme, die zumeist ungenutzt verpufft.

© Adobe Stock / Roman Milert

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) fördert ab dem 1. März Investitionen in fünf  innovative Technologien, die noch in Kleinserie gefertigt werden. Sie sind bereits marktreif entwickelt, können aber noch nicht von den Skaleneffekten der Großserienfertigung profitieren. Drei Teilprogramme sind für energieoptimierte Gebäude und Quartiere interessant und könnten Anreize für in der Planung befindliche Projekte setzen:

Modul 1 fördert Kleinstwasserkraftanlagen in Abwasser- oder Trinkwassernetzen. Modul 3 fördert dezentrale Wärmeübertrager in Duschrinnen, Duschtassen und Duschrohren sowie die Wärmerückgewinnung aus dem gesamten Gebäude-Grauwasser. Modul 4 fördert Bohrgeräte für Wärmespeichersonden mit höheren Entzugsleistungen als die bekannten Doppel-U-Erdwärmesonden.

Links

Webseite der Bafa

Modul 1: Kleinstwasserkraftanlagen bis 30 kW

Webseite der Bafa

Modul 3: Dezentrale Wärmerückgewinnung aus Grauwasser

Webseite der Bafa

Modul 4: Bohrgeräte für innovative Wärmespeichersonden

Smartphone für die Qualitätssicherung am Bau

Ein Smartphone mit integrierter Wärmebildkamera, zudem ausgerüstet mit einem Sensor zur Messung flüchtiger organischer Verbindungen in der Raumluft (VOC) und einer lasergestützten Entfernungsmessung von Caterpillar.
© Caterpillar

Der Mobile World Congress startet heute in Barcelona. Er ist weniger für seine Ambitionen in Sachen Energieeffizienz bekannt. Doch eine der heute vorgestellten Neuigkeiten ist für Architekten, Bauunternehmer, Energieberater und Immobilienexperten interessant: Ein Smartphone mit integrierter Wärmebildkamera, zudem ausgerüstet mit einem Sensor zur Messung flüchtiger organischer Verbindungen in der Raumluft (VOC) und einer lasergestützten Entfernungsmessung.

Jetzt wird die Wärmebildkamera offensichtlich mobil und kostengünstig. Sie ist auch als Aufsteckmodul für gewöhnliche Smartphones erhältlich. So lassen sich die Ursachen von Energieverlusten aufspüren und nachweisen, beispielsweise Wärmebrücken und Luftlecks in der Gebäudehülle. Auch viele Fehler in der elektrischen Installation werden schneller bemerkt, weil Elektrikprobleme oft zu einer erhöhten Wärmeentwicklung führen. 

Links

Website Caterpillar

Smartphone Cat S61

Website Flir

Wärmebildkamera-Zubehöraufsatz Flir One Pro

Produktion zurück in die Stadt!

Zurück in die Stadt. In den letzten Jahrzehnten wanderte die industrielle Produktion häufig aus den Städten heraus an energie- oder verkehrsgünstigere Standorte. Doch verschiedene Trends begünstigen neue Formen einer Koexistenz von Wohnen, Arbeiten und Produzieren in urbanen Räumen. Das hochindustrialisierte Wuppertal-Barmen im Jahre 1870. Gemälde von August von Wille (Ausschnitt).

Das hochindustrialisierte Wuppertal-Barmen im Jahre 1870. Gemälde von August von Wille (Ausschnitt).

© Gemeinfrei. Vgl. Wikipedia.

In den letzten Jahrzehnten wanderte die industrielle Produktion häufig aus den Städten heraus an energie- oder verkehrsgünstigere Standorte. Doch verschiedene Trends begünstigen neue Formen einer Koexistenz von Wohnen, Arbeiten und Produzieren in urbanen Räumen. Digitalisierung und smarte Technologien eröffnen innovative Produktionskonzepte in Stadtquartieren. Personalisierte Turnschuhe per 3D-Druck, direkt im Laden produziert, rücken beispielsweise mit dem Futurecraft 4D von adidas in greifbare Nähe.

Was hat das mit Energie zu tun? Produktion in der Stadt bietet die Chance, neue Energiekonzepte und nachhaltige Austauschbeziehungen zwischen Produktion und Stadt zu etablieren: Fabriken können sich mit ihrem urbanen Umfeld zum gegenseitigen Nutzen vernetzen. Im Forschungsprojekt Urban Factory werden diese Entwicklungen genauer untersucht. 

Links

Forschungsprojekt Urban Factory

Ressourceneffiziente Fabriken in der Stadt