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Redaktionsblog

Neues Berechnungstool für Solarthermie-Anlagen in Wärmenetzen

Webseite des Steinbeis Forschungsinstituts Solites zum Berechnungsprogramm ScenoCalc Fernwärme 2.0.

© Solites Steinbeis Forschungsinstitut für solare und zukunftsfähige thermische Energiesysteme

Die Rahmenbedingungen für die leitungsgebundene Wärmeversorgung haben sich geändert. Es geht darum, vermehrt erneuerbare Wärmequellen in Fernwärmenetze einzubinden, vor allem solare Wärme. So wundert es nicht, dass die Zahl solarthermischer Großanlagen in Wärmenetzen langsam aber stetig zunimmt. In Deutschland sind schon mehr als 20 größere Anlagen in Betrieb, die regenerative Wärme in Fernwärmenetze einspeisen. Und das ist vermutlich erst der Anfang.

Zur Berechnung des Nutzwärmeertrags solcher Solarthermie-Anlagen hat das Steinbeis Forschungsinstitut Solites kürzlich ein neues Berechnungsprogramm vorgestellt: ScenoCalc Fernwärme 2.0. Aufbauend auf der Berechnung des Kollektorertrags nach der Norm DIN EN ISO 9806 berücksichtigt die Excel-basierte Software weitere Anlagenkomponenten wie Rohrleitungen, Wärmeübertrager und Wärmespeicher ebenso wie das Lastprofil des Wärmenetzes.

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Kostenfreier Download inkl. Handbuch

ScenoCalc Fernwärme 2.0

Ortsgenaue Daten statt Klimaregionen

Für heizungs- und klimatechnische Simulationen und Berechnungen von Gebäuden sind die Testreferenzjahre eine wertvolle Datenbasis. Sie enthalten für jede Stunde eines Jahres eine Vielzahl meteorologischer Daten und geben damit einen durchschnittlichen, für das Jahr typischen Witterungsverlauf an einem bestimmten Standort wieder.

Der Deutsche Wetterdienst liefert diese Daten jetzt in einer aktuellen Neuauflage für jeden Quadratkilometer des Bundesgebiets. Die räumliche Genauigkeit ermöglicht verlässlichere Aussagen zu den klimatischen Verhältnissen an einem Untersuchungsort als die bisherigen Klimadaten, für die Deutschland lediglich in 15 Klimaregionen eingeteilt war. Neu sind außerdem Angaben zu kurzwelliger Strahlung und Globalstrahlung, die vor allem für die Planung von Solarthermie- und Photovoltaikanlagen relevant sind, aber auch das Innenraumklima beeinflussen.

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Kostenfreier Download, Registrierung erforderlich

Datensätze Testreferenzjahre 2017

Vertiefende Informationen zu den ortsaufgelösten Klimadaten

BINE-News vom 24. Juli 2017

Design von Gebäudehüllen

12. Conference on Advanced Building Skins

Architektur und Energieeffizienz sind Themen, die in der benachbarten Schweiz seit langem und recht strategisch zusammengedacht werden. So auch mit der 12. Conference on Advanced Building Skins, die neue Entwicklungen im Design von Gebäudehüllen und innovative Ansätze für mehr Energieeffizienz von Dach- und Fassadenkonstruktionen vorstellt. Das Spektrum der Vorträge und Sessions reicht von „Parametrische Entwürfe und digitale Fertigung“ über „Vorgefertigte Holzfassadenelemente“ bis zu „Reaktive und lernfähige Gebäudehüllen“.

Von der interdisziplinären und internationalen Ausrichtung verspricht sich der Veranstalter mehr branchenübergreifendes Denken und Zusammenarbeit. Vortragssprache ist zumeist Englisch. In einigen Bundesländern hierzulande gibt es bis zu 14 Weiterbildungspunkte. All dies vielleicht ein Anreiz, im Oktober mal nach Bern zu fahren?

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2.-3. Oktober 2017, Bern, Schweiz

12. Conference on Advanced Building Skins

“The Future of Sustainable Architecture”

Unter diesem Motto will das Fachsymposium der TU Darmstadt das Zukunftspotenzial nachhaltiger Architektur aufzeigen. Der Veranstalter bündelt die Ergebnisse und Erfahrungen aus dem internationalen Hochschulwettbewerb Solar Decathlon mit den Projektberichten hochrangiger Architekten, beispielsweise Matthias Sauerbruch, Thomas Auer, Werner Sobek und Philippe Rahm. Dabei geht es um die Themen Plusenergiekonzepte, Nutzerverhalten, Suffizienz, integrale Planungsprozesse, optimierte Bauprozesse, ressourcenschonende Stoffströme und Wirtschaftlichkeit.

Mit der Veranstaltung werden Exkursionen angeboten zur ETA Fabrik, zu zwei Plusenergie-Häusern aus dem Solar Decathlon und zum Studierendenwohnheim CUBUCITY, das den Plusenergiestandard mit unkonventionellen Bau- und Wohnformen kombiniert. Der Weg dorthin ist nicht weit, denn alle Gebäude befinden sich auf dem Campus Lichtwiese, ebenfalls ein interessantes Forschungsprojekt von ENERGIEWENDEBAUEN, mit dem Lösungen für die Energiewende auf Quartiersebene erprobt werden.

Eine Anmeldung ist noch bis zum 16. Juni 2017 möglich.

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Symposium an der TU Darmstadt, 29. und 30. Juni 2017

The Future of Sustainable Architecture

Solare Wärmenetze für Planer und Entscheider

Solare Nahwärme für das neue Stadtquartier „Am Ackermannbogen“

Solare Nahwärme für das neue Stadtquartier „Am Ackermannbogen“

© Landeshauptstadt München

Solare Nahwärme ermöglicht eine vollständig regenerative Wärmeversorgung größerer Liegenschaften oder ganzer Quartiere. Doch technisch ist für das für Planer und Anwender in Kommunen und in der Wohnungswirtschaft oft noch Neuland.

Zwei Veranstaltungen am 30. und 31. Mai in Stuttgart sind hier interessant: Das 2. Forum Solare Wärmenetze will über erfolgreiche Projekte und innovative Netzkonzepte der solaren Nah- und Fernwärme – auch mit dem Seitenblick nach Dänemark - berichten. Das anschließende Praxisseminar soll Kenntnisse für die Planung und Inbetriebnahme solarthermischer Großanlagen vermitteln.

Unter den Veranstaltern sind das Forschungsinstitut solites, der Verband AGFW und die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg.

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Programm auf der Webseite solar-district-heating.eu

2. Forum Solare Wärmenetze und Praxisseminar

Neuer Ideenwettbewerb für Gebäude und Quartiere ausgelobt

Im Rahmen der Berliner Energietage 2017 lobt Markus Kratz vom Projektträger Jülich den Ideenwettbewerb EnEff.Gebäude.2050 aus. Gesucht sind Ideen für klimaneutrale Gebäude und Quartiere sowie Konzepte für einen internationalen Energiewettbewerb.
© Johannes Lang, BINE Informationsdienst

Der Projektträger Jülich hat gestern im Rahmen der Berliner Energietage den Ideenwettbewerb EnEff.Gebäude.2050 ausgelobt. Gesucht werden zukunftsweisende Ideen für klimaneutrale Gebäude und Quartiere sowie Konzepte für einen internationalen Energiewettbewerb. Konsortien aus Planern und Bauherren können in einem ersten Wettbewerbsteil ihre innovativen Planungskonzepte für energetisch ambitionierte Gebäude und Quartiere einreichen. Soweit ist dieser erste Teil des Wettbewerbs ein Architektur- und Planungswettbewerb. Der zweite Teil hat eine spezielle, herausfordernde Aufgabenstellung und richtet sich an Konsortien aus Kommunen und Hochschulen. Hier sind Konzepte für einen zukünftigen internationalen Energiewettbewerb gefragt.

Einreichungsfrist für den Wettbewerbsteil I ist der 15. August 2017. Im Teil II des Wettbewerbs können Konzepte für einen internationalen Energiewettbewerb bis zum 15. September 2017 eingereicht werden.

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Zur Meldung auf dieser Webseite

Individueller Sanierungsfahrplan mit Förderung

Mit dem individuellen Sanierungsfahrplan der dena können die in der Praxis typischen Schritt-für-Schritt Sanierungen in ein gebäudespezifisches Gesamtkonzept eingebettet werden.
© dena

Die Deutsche Energie-Agentur stellte heute im Rahmen der Berliner Energietage den individuellen Sanierungsfahrplan vor. Die Methode wurde gemeinsam mit dem Forschungsinstitut ifeu und dem Passivhaus Institut im Auftrag des BMWi entwickelt. Die in der Praxis typischen Schritt-für-Schritt Sanierungen können damit in ein gebäudespezifisches Gesamtkonzept eingebettet werden. Auch eine Komplettsanierung profitiert von der neuen Methodik und kann einfacher und zielgerichteter geplant und durchgeführt werden. Der individuelle Sanierungsfahrplan wird ab sofort im Rahmen der Vor-Ort-Beratungen von dem BAFA gefördert. Verschiedene Software-Anbieter unterstützen die Methodik mit angepasster Software.

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Website der dena

Infos zum individuellen Sanierungsfahrplan

BMWi-Webseite, PDF, 8 Seiten, 4,5 MB

Muster eines individuellen Sanierungsfahrplans

Jetzt geht's los!

Fusionen kennt man eigentlich nur als Meldung aus der Wirtschaft. Jetzt gibt es auch bei uns hier ein Zusammengehen. Es heißt Forschungsinitiative ENERGIEWENDEBAUEN, ein großes Wort!

Dabei geht es wirklich nicht um Größe, vielmehr um Bündelung und Vernetzung. Denn für heutige und besonders für zukünftige Gebäude gilt: sie sind keinesfalls abgeschlossene Systeme. Gebäude interagieren immer stärker über Energiesysteme mit anderen Gebäuden oder Energieversorgern. Als Elemente in einem größeren Netzwerk haben Gebäude energetische Schnittstellen zu Nachbargebäuden, zum Quartier und zu den Strom- und Wärmenetzen, die immer mehr erneuerbare Energie transportieren. Das Geschehen wird komplexer. Also muss sich auch die Forschung stärker vernetzen und Synergien erschließen.

ENERGIEWENDEBAUEN ist eine neu gestaltete Forschungsinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). In mehr als 500 Forschungs- und Modellprojekten werden zukunftsfähige Gebäude und Quartiere erforscht. Die Vision dabei: Gebäude und Quartiere werden zu intelligent vernetzten Energieeinheiten.

Auf dieser Website finden Sie als Planer, Berater, Energie- oder Immobilienexperte, Entscheider oder Fachredakteur alle wesentlichen Forschungsergebnisse, Studien, Analysen, die herausragenden Projekte, Akteure und Veranstaltungen der neuen, stärker vernetzten Forschung.

In diesem Blog wird es viele kleine Nachrichten aus der Forschung und den Themenbereichen Gebäude, Quartiere und Energiesysteme geben. Gedacht als Impulse für alle, die nach vorne denken, naja, zumindest bis 2050.

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