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Mit dem neuen Jahr treten einige neue Gesetze, Regelungen und Förderprogramme in Kraft, welche die Energieeffizienz im Gebäudebereich weiter steigern sollen. Die Änderungen stehen zumeist im Kontext des nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE), mit dem die Bundesregierung eine umfassende Strategie formuliert hat, um den Primärenergieverbrauch in Deutschland bis zum Jahr 2020 gegenüber 2008 um 20 Prozent zu senken und bis 2050 zu halbieren. Die Änderungen für Bauherren, Hauseigentümer, Unternehmen und Kommunen werden hier in einer Übersicht samt Links zu weiterführenden Informationen zusammengestellt.

Die Veränderungen im Gebäudebereich …

Energieeinsparverordnung EnEV

Ab dem Jahr 2016 gelten gemäß EnEV 2014 für Neubauten um 25 Prozent höhere energetische Anforderungen als bisher. Weil dies in der primärenergetischen Bilanz gelten soll, können die Anforderungen auch durch besonders effiziente Wärmetechnik oder unter Nutzung erneuerbarer Energien erfüllt werden. Unabhängig davon gibt es ab 2016 konkrete Anforderungen an die Qualität der Gebäudehülle. Als Maßstab gilt der spezifische, auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogene Transmissionswärmeverlust des neuen Wohngebäudes. Dieser darf den Transmissionswärmeverlust des entsprechenden Referenzhauses nicht überschreiten. Der resultierende Dämmstandard wird dadurch um durchschnittlich 20 Prozent steigen. Die erhöhten Anforderungen sieht der Gesetzgeber als Schritt hin zum so genannten "Niedrigstenergiegebäude", das ab dem Jahr 2021 europaweit als Neubaustandard gelten soll. Weitere Infos zur Energieeinsparversordnung EnEV gibt es beispielsweise im Themenportal EnEV-online.

Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)

Am 1. Januar 2016 startet das neue Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) mit einem „Heizungspaket“ zur Modernisierung von Heizungsanlagen und einem „Lüftungspaket“ zur Vermeidung von Bauschäden. Die Beantragung der Förderung für das Lüftungs- und Heizungspaket erfolgt bei Heizungssystemen, die fossile Energien nutzen, über die bewährte Antragstellung im Rahmen der KfW-Programme "Energieeffizient Sanieren" als Zuschuss oder Kredit. So wird beispielsweise der Zuschuss bei Inanspruchnahme des Heizungs- oder Lüftungspakets von 10% auf 15% der Investitionskosten aufgestockt. Die detaillierten Konditionen finden sich unter www.kfw.de oder über das KfW-Infocenter unter der 0800 539-9002.

Effizienzlabel für Heizungen

Ab 1. Januar 2016 müssen Heizungsanlagen, die älter als 15 Jahre sind, gemäß dem Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz (EnVKG) ein "Energielabel" tragen. Die Kennzeichnung informiert über den individuellen Effizienzstatus des Heizkessels. Zum Anbringen des Etiketts berechtigt sind Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger und bestimmte Energieberater. Sie sollen Verbraucher auf weiterführende Energieberatungen oder auch Förderangebote hinweisen.

Neues im Bereich effiziente Produkte und Dienstleistungen …

Programm STEP up!

Im Januar startet die Pilotphase des Programms „STEP up! – Stromeffizienzpotenziale nutzen“. Innovative Ideen zur Energieeinsparung konkurrieren in einem Wettbewerb um Fördergelder. Die Maßnahme, welche die höchste Einsparung pro Förder-Euro erbringt, erhält den Zuschlag. Damit erprobt das Bundeswirtschaftsministerium ein neues Instrument, um Innovationen im Bereich Energieeffizienz anzuregen. Die Initiative richtet sich an Unternehmen, Energiedienstleister, Stadtwerke und andere Akteure. Ab 2016 startet die Pilotphase von STEP up!. Bis 2018 stellt die Bundesregierung dafür insgesamt rund 300 Millionen Euro zur Verfügung. Wenn sich das Ausschreibungsmodell bewährt, soll es ab 2018 fortgeführt, weiterentwickelt und eventuell ausgeweitet werden. Mehr dazu auf der Webseite des BMWi.

Nationale TOP-Runner-Initiative

Die "Nationale TOP-Runner-Initiative" startet zu Jahresbeginn 2016. Verbraucher werden über diese neue Informationskampagne gezielt über die Effizienz von Produkten informiert, um den besten Produkten zum Durchbruch zu verhelfen. Neben dem privaten Verbraucher gibt es aber auch Informationen und Veranstaltungen für weitere wichtige Zielgruppen, u.a. für Hersteller und den Handel. (Schon in Kraft) Erste Anforderungen greifen ab dem 1. Januar 2016. Mehr dazu auf der Webseite des BMWi.

Kennzeichnung von Wohnraumlüftungsgeräten

Ab dem 1. Januar 2016 müssen sog. Wohnraumlüftungsgeräte (u. a. Ventilatoren) das aus dem Haushaltsgerätebereich bekannte, farbige EU Effizienzlabel tragen (Klassen A+ bis G, Farben Grün bis Rot). Diese Vorgaben ergeben sich aus der entsprechenden EU-Verordnung (Verordnung (EU) 1254/2014, schon in Kraft). Erste Anforderungen greifen ab dem 1. Januar 2016. Mehr dazu auf der Webseite des BMWi.

Energielabel für gewerbliche Kühllagerschränke

Ab dem 1. Juli 2016 gibt es auch für gewerbliche Kühllagergeräte das bekannte farbige EU-Effizienzlabel. Die Vorgaben hierzu sind geregelte in der EU-Verordnung (EU) 2015/1095. (Schon in Kraft) Erste Anforderungen greifen ab dem 1. Juli 2016. Mehr dazu auf der Webseite des BMWi.

Letzte Aktualisierung: 29. Juli 2019

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