Menü

Mit dem neuen Energieforschungsprogramm hat die Bundesregierung Reallabore der Energiewende als neue Säule der Forschungsförderung etabliert. In zeitlich und räumlich begrenzten Experimentierräumen sollen sowohl innovative Technologien als auch integrale Energiekonzepte unter realen Bedingungen marktnah und im systemischen Zusammenspiel erprobt werden. Die Reallabore sollen den Technologie- und Innovationstransfer beschleunigen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fordert ab sofort zur Teilnahme am Ideenwettbewerb für die erste Runde auf. Zwischen 2019 und 2022 soll der Ideenwettbewerb mit Fördermitteln in Höhe von bis zu 100 Millionen Euro pro Jahr unterstützt werden. Die Förderung für ein Reallabor kann maximal fünf Jahre betragen und die Planungs- und Errichtungsphase sowie eine ein- bis dreijährige Monitoringphase umfassen.

Energieoptimierte Quartiere als Reallabore

Reallabore im Umfeld energieoptimierter Quartiere sollen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Stadtgrenzen eine gute Sichtbarkeit erlangen. Sie sind in die kommunale Entwicklungsplanung einzubinden, um die lokale Wärmewände weiter voranzutreiben. In Quartieren der Zukunft sind Infrastrukturen für Strom, Wärme, Kälte, Elektromobilität und digitale Dienstleistungen realisiert – hier kann gewohnt oder gearbeitet werden. Konzepte im Kontext „energieoptimierte Quartiere“ sollen sich mindestens auf einen der folgenden Themenbereiche beziehen:

  • Integration von Quartiersspeichern unter Berücksichtigung der jetzigen und notwendigen regulatorischen Maßnahmen
  • Integration erneuerbarer Energien und nicht vermeidbarer Abwärme in die Wärmeversorgung
  • Sektorenübergreifendes Flexibilisierungspotenzial des Quartiers
  • Sektorkopplung unter Berücksichtigung zukunftsfähiger Mobilitätskonzepte
  • Low-Ex-Wärmeversorgungskonzepte
  • Transformation bestehender Energieinfrastrukturen

Ein energieoptimiertes Quartier als Reallabor sollte die Komplexität der Vernetzung aus Strom- und Wärmeversorgung, Mobilität bis hin zu gesellschaftlichen Prozessen und Bedürfnissen überschaubar vereinen. Gesellschaftliche Transformationsprozesse wie zum Beispiel Strukturwandel, demographischer Wandel, die Sanierung von Stadtteilen, oder die Einführung nachhaltiger Mobilitäts- oder Energiesysteme lassen sich hier zukunftsweisend gestalten.
Reallabore können dazu beitragen, in traditionsreichen Energieregionen, die vom Strukturwandel betroffen sind, eine energie- und industriepolitische Perspektive zu unterstützen. Neben energieoptimierten Quartieren gehören auch die Themenfelder „Sektorkopplung und Wasserstofftechnologien“ sowie "Energiespeicher im Stromsektor" zum Ideenwettbewerb Reallabore der Energiewende.


Konzepte können bis zum 05. April 2019 eingereicht werden. Weitere Informationen finden Sie auch auf energieforschung.de.

Ansprechpartner

Projektträger Jülich
Fachbereich Energiesystem: Nutzung (ESN 3)
Dr. Stefan Krengel, Tel. 02461 61-96816,
s.krengel(at)fz-juelich.de

Letzte Aktualisierung: 1. April 2019

Thematisch verwandte Projekte

Diese Webseite verwendet sogenannte Cookies zur Optimierung der Ansicht und aller Funktionen. Für die Nutzungsanalyse wird Matomo verwendet. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Wenn Sie der Nutzungsanalyse widersprechen oder mehr über Cookies erfahren möchten, klicken Sie bitte auf die Datenschutzerklärung .

OK