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Im EU-Projekt "Triangulum" (The Three Point Project: Demonstrate. Disseminate. Replicate) werden wegweisende Konzepte für eine nachhaltige Energieversorgung, Mobilität und Informationstechnologie zunächst in den drei Städten Manchester (UK), Eindhoven (Niederlande) und Stavanger (Norwegen) umgesetzt. Im Anschluss sollen die Konzepte auf Leipzig (Deutschland), Prag (Tschechien) und Sabadell (Spanien) übertragen werden. Insgesamt sind an dem Projekt 23 Partner aus Städten, Forschung und Industrie beteiligt. Mit der Projektkoordination sind das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO sowie das Steinbeis-Europa-Zentrum betraut.

Smart-City-Quartier "Manchester Corridor"

In Manchester wird das studentische Zentrum "Manchester Corridor" mit rund 72.000 Studierenden in ein Smart-City-Quartier transformiert. Neben der Sanierung historischer Gebäude wird ein autarkes Energienetz aufgebaut, um das gesamte Stadtquartier mit Wärme und Strom zu versorgen. Das Netz beinhaltet die Versorgung über Erd- und Fernwärme sowie zwei separat operierenden Stromnetze und eine Brennstoffzelle. Darüber hinaus sollen alle herkömmlichen Autos aus dem Viertel verbannt werden: Nur noch Elektrofahrzeuge, Fahrräder sowie die städtische E-Tram "Metrolink" dürfen nach der Vision der Wissenschaftler dann im Corridor verkehren.

Eindhoven: IT-Lösungen unterstützen den Wandel zu nachhaltigen Lebensräumen

In Eindhoven werden gleich zwei Stadtviertel im Zuge des Projekts in nachhaltige Lebensräume verwandelt. Das ehemalige Industriegelände der Firma Philips im Distrikt Strijp-S soll zu einem kreativen Smart District werden. Ein innovatives Konzept zur Sanierung kontaminierter Böden dient hier gleichzeitig zur Energieerzeugung. Über eine quartierweite IKT-Lösung können die Einwohner auf verschiedene Bereiche der Infrastruktur zugreifen und so zum Beispiel elektrische Fahrzeuge eines Quartier-Carsharings buchen oder intelligente Parkraumkonzepte nutzen. Das IT-basierte Tool verhilft den Einwohnern so dabei, nachhaltige Verhaltensweisen bezüglich Energie und Mobilität zu entwickeln. Elektrisch angetriebene Busse sollen den Stadtverkehr umweltfreundlich machen. Eine andere Herausforderung bringt der Stadtteil »Eckhart Vaartbroek« mit sich: Die hier vorherrschenden Sozialbauten werden energetisch saniert. Zur genauen Berechnung der Energieeinsparung kommt ein IT-basiertes Instrument zum Einsatz, das Aufwand und Ertrag in einer 3D-Visualisierung des Quartiers abbilden kann.

Energie- und Mobilitätsprojekte für Stavanger

Elektromobilität gehört für die Bewohner des norwegischen Stavanger bereits zum Alltag. Doch die Stadt mit der europaweit höchsten Dichte an Elektrofahrzeugen möchte noch besser werden. Basis dafür ist ein hoch leistungsfähiges Glasfasernetzwerk, das es ermöglicht, Daten auf schnellstem Weg auszutauschen. Verschiedene Energie- und Mobilitätsprojekte auf Grundlage bestehender Highspeed-IKT-Infrastrukturen sollen Stavanger dabei helfen, Energie- und Mobilitätslösungen innovativ und clever zu integrieren. Stavanger weist den Weg hin zu intelligenteren Städten, in denen Unternehmen, Menschen, Forschungseinrichtungen und Gemeinschaften verknüpft werden, um das städtische Leben durch nachhaltigere, integrierte Lösungen zu verbessern und so das regionale Wachstum zu sichern und zu fördern.

Weitere Informationen zum Projekt finden sich auf der Website des Fraunhofer IAO.

Beispielprojekt im Wissenschaftsjahr 2015

Das Vorhaben ist eingebettet in die vielfältigen Aktivitäten zum "Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt". 2012 hatte die Bundesregierung die Nationale Plattform Zukunftsstadt ins Leben gerufen, in der Vertreter von Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam eine Forschungs- und Innovationsagenda für die nachhaltige Stadt der Zukunft entwickelt haben. Dabei geht es um sichere Energie und klimaangepasstes Bauen, um Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Kultur, Bildung, Mobilität und vieles mehr. Am 19. Februar wurde diese nun öffentlich vorgestellt. Ziel ist es, die großen gesellschaftlichen Herausforderungen gemeinsam und vor Ort zu lösen.

Nähere Informationen unter www.wissenschaftsjahr-zukunftsstadt.de

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Letzte Aktualisierung: 27. April 2017

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