Menü

Die Zahl der Erdwärmesonden bleibt immer noch weit hinter ihrem eigentlichen Potenzial zurück. 40 Branchenkenner sind deshalb in einem Workshop zusammengekommen und haben darüber diskutiert, wie eine größere Verbreitung der klimafreundlichen Sonden erreicht werden kann.

Mit Impulsvorträgen zu einzelnen Themenfeldern wie  „Planung und Auslegung“ oder „Betriebsoptimierung“ haben Expertinnen und Experten aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen über Erdwärmesonden diskutiert. Der Projektträger Jülich hatte sie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu dem Workshop eingeladen, bei dem sie sich über aktuelle Entwicklungen austauschen konnten.

Rüdiger Grimm von der geoENERGIE Konzept GmbH

„In jedem Bundesland existieren Potenzialkarten mit unterschiedlichen Ansätzen“, sagte Rüdiger Grimm von der geoENERGIE Konzept GmbH. Es sei nötig die Datenbanken zu vereinheitlichen, um sie vergleichbar zu machen, etwa in Bezug auf die Wärmeleitfähigkeit der Gesteine.

© Projektträger Jülich/Forschungszentrum Jülich GmbH
Franziska Bockelmann, Steinbeis-Innovationszentrum energie+, in ihrem Impulsvortrag zum Thema „Betriebsoptimierung“

„Es passiert, dass jemand ‚Mir ist kalt‘ sagt und der Hausmeister stellt die Anlage um. Die Einstellung bleibt dann über Jahre erhalten“, berichtete Franziska Bockelmann, Steinbeis-Innovationszentrum energie+. In der Praxis komme es oft zu verstellten Regelungen sowie zu einem Betrieb, der nicht der Auslegung der Anlage entspricht – dadurch werde das Optimum verfehlt.

© Projektträger Jülich/Forschungszentrum Jülich GmbH
„Durch Fehler von gestern kann ein Rückbau einer Anlage nötig werden, der eigentlich nicht zwingend notwendig war“, stellte Ingo Schäfer vom Geologischen Dienst NRW (Krefeld) bei seinem Impulsvortrag zur „Qualitätssicherung und -überwachung, Risikomanagement“ fest.

„Durch Fehler von gestern kann ein Rückbau einer Anlage nötig werden, der eigentlich nicht zwingend notwendig war“, stellte Ingo Schäfer vom Geologischen Dienst NRW (Krefeld) fest. Es sei wichtig, die Anlagen von Anfang an auf ihre Qualität und mögliche Risiken zu überprüfen, um ihre Lebensdauer zu verlängern.

© Projektträger Jülich/Forschungszentrum Jülich GmbH
Frank Burkhardt, Geschäftsführer der Burkhardt GmbH, stellte in seinem Impulsvortrag „Technologische Weiterentwicklung“ verschiedene Ansätze vor, die die bisher etablierten Prozesse neu überdenken lassen: „Wir bauen ein Rohr ein, bei dem die Hinterfüllung außen schon aufgeklebt ist – vielleicht sieht unsere Zukunft so aus?“

Frank Burkhardt, Geschäftsführer der Burkhardt GmbH, stellte verschiedene Ansätze vor, welche die bisher etablierten Prozesse neu überdenken lassen: „Wir bauen ein Rohr ein, bei dem die Hinterfüllung außen schon aufgeklebt ist – vielleicht sieht unsere Zukunft so aus?“

© Projektträger Jülich/Forschungszentrum Jülich GmbH

Die Zahl der installierten Erdwärmesonden bleibt aktuell weit hinter dem eigentlichen Potenzial dieser klimafreundlichen Technologie zurück. Ziel des „Experten-Workshops Erdwärmesonde – Impulse für die Wärmewende“ war es daher, die bestehenden Hemmnisse zu identifizieren. Und Lösungsvorschläge zu formulieren: Wie kann etwa Forschung und Entwicklung dazu beitragen, die Zahl der Installationen zu erhöhen?

"Man ist eher Individualist als Generalist. Man arbeitet sehr objektspezifisch, statt den Gesamtnutzen zu sehen“, stellte Prof. Dr. Simone Walker-Hertkorn, tewag GmbH, in ihrem Impulsvortrag zur „Entwicklung von Quartierslösungen“ zu den bisherigen Gewohnheiten der Planer und Bauer von Erdwärmeanlagen fest.

"Man ist eher Individualist als Generalist. Man arbeitet sehr objektspezifisch, statt den Gesamtnutzen zu sehen“, stellte Prof. Dr. Simone Walker-Hertkorn, tewag GmbH, zu den bisherigen Gewohnheiten der Planer und Bauer von Erdwärmeanlagen fest. Die Vernetzung mehrerer Gebäude zu Clustern bringe stattdessen Vorteile für die Gesamteffizienz der Anlagen.

© Projektträger Jülich/Forschungszentrum Jülich GmbH
Prof. Dr.-Ing. Roland Koenigsdorff von der Hochschule Biberach

„Im Vergleich zu Bergbauschäden haben wir bei der Geothermie eine ganz andere gesellschaftliche Risikowahrnehmung“, so Prof. Dr.-Ing. Roland Koenigsdorff von der Hochschule Biberach. Um das Image der Erdwärme zu verbessern, seien verstärkte Anstrengungen zum Austausch mit der Gesellschaft nötig, die den großen Nutzen dieser klimafreundlichen Technologie herausstellen.

© Projektträger Jülich/Forschungszentrum Jülich GmbH
Ullrich Bruchmann, Fachreferent im BMWi-Referat für „Energieforschung – Projektförderung und Internationales“ konstatierte der Erdwärmesonden-Technologie hohes Potenzial für ihren Beitrag zur anstehenden Wärmewende.

Ullrich Bruchmann, Fachreferent im BMWi-Referat für „Energieforschung – Projektförderung und Internationales“, konstatierte der Erdwärmesonden-Technologie hohes Potenzial für ihren Beitrag zur anstehenden Wärmewende.

© Projektträger Jülich/Forschungszentrum Jülich GmbH
World-Cafés

In World-Cafés diskutierten die Expertinnen und Experten bestehende Hemmnisse für eine breite Anwendung der Erdwärmesonden-Technologie. Außerdem tauschten sie sich über mögliche Lösungen und den konkreten Forschungsbedarf in den unterschiedlichen Themenfeldern von „Planung und Auslegung“ bis hin zu „Technologietransfer“ aus.

© Projektträger Jülich/Forschungszentrum Jülich GmbH

Einen ausführlichen Bericht zum Workshop finden Interessierte auf dem dem neuen Webauftritt der Forschungsnetzwerke Energie.

Letzte Aktualisierung: 25. September 2019

Thematisch verwandte Projekte

Diese Webseite verwendet sogenannte Cookies zur Optimierung der Ansicht und aller Funktionen. Für die Nutzungsanalyse wird Matomo verwendet. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Wenn Sie der Nutzungsanalyse widersprechen oder mehr über Cookies erfahren möchten, klicken Sie bitte auf die Datenschutzerklärung .

OK