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Auf dem Abschlusstreffen am 24. April in Jülich wurden die Ergebnisse der vier EnEff:Wärme-Teilprojekte vorgestellt und diskutiert. Kern der Forschungsarbeiten war die Konzeption eines regionalen, virtuellen Kraftwerks auf Basis der Mini- und Mikro-KWK-Technologie. Daneben ging es darum, die verschiedenen thermischen und elektrischen Verbrauchersysteme im Rahmen dezentraler Stromversorgungskonzepte intelligent zu vernetzen. Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Ausblick auf das Anschlussvorhaben zur Praxiserprobung des „regionalen virtuellen Kraftwerks“.

Die energetischen Versorgungsstrukturen in Deutschland unterliegen derzeit einem starken Wandel. Dabei ist der Trend zu erkennen, dass die Energieversorgung in Deutschland in Zukunft deutlich dezentraler ausgerichtet werden soll, wodurch die Mini- und Mikro-KWK Technologie vermehrt in den Fokus gerät. Im Forschungsverbund "Thermische/elektrische KWK-Vernetzung" war deshalb das Wechselspiel zwischen KWK-Systemen und elektrischen Verbrauchern Gegenstand der Untersuchungen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen an einem realen "Regionalen, virtuellen Kraftwerk" überprüft werden.

Wie die Inhalte der Forschungsvorhaben waren deshalb auch die Vorträge des Abschlusstreffens sehr breit gefächert. Die TU Dresden stellte die Entwicklung eines regionalen, virtuellen Kraftwerks auf Basis der Mini- und Mikro-KWK-Technologie vor. Mit der Simulation und automatisierungstechnischen Optimierung dieses Konzepts auf Basis der KWK-Technologie war die TU Bergakademie Freiberg beauftragt. In einem weiteren Teilprojekt widmete sich die TU München der Optimierung von Mikro-KWK-Systemen: Mit methodischen und experimentellen Ansätzen sollen Auslegung und Betrieb von Mikro-KWK-Systemen optimiert werden. Die Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) stellte ihr Teilprojekt "Dezentrale Stromversorgungskonzepte" und damit die Ergebnisse einer Analyse unterschiedlicher photovoltaischer Stromerzeugungssysteme und ihrer Auswirkungen auf Haushaltsstrompreis und Einnahmen vor.

Festgestellt wurde unter anderem, dass es im Bereich der kleinen KWK-Anlagen noch großes Optimierungspotenzial und weiteren Forschungsbedarf gibt. Ein Beispiel ist die mögliche Optimierung privater KWK-Anlagen hinsichtlich des Eigenverbrauchs. Dieser ist aufgrund mangelhafter Auslegung zum Teil wesentlich höher als er sein müsste. Eine technisch-ökonomische Möglichkeit der Optimierung wurde in einem Teilprojekt untersucht. Das Ergebnis: Es ließen sich sämtliche, kleinen Systeme zu einem großen zusammenfassen und mit einer sogenannten RUK-Software vernetzen. So könnten diese KWK-Anlagen am Strommarkt teilnehmen, sofern dieser die Randbedingungen erfüllt.

Die Wirtschaftlichkeit der Mini- und Mikro-KWK-Technologie war ein weiteres Thema des Treffens. Diese kann zwar auch jetzt schon gegeben sein; sie muss für einen breiten Einsatz aber noch weiter optimiert werden. Nicht zuletzt die lokalen Energieversorger/Stadtwerke haben hinsichtlich ihres Einsatzes noch große Vorbehalte.

Das Verbundprojekt „Thermische/elektrische KWK-Vernetzung“ wurde 2014 beendet. Das Folgeprojekt zur Umsetzung und Praxiserprobung des regionalen virtuellen Kraftwerks (Phase 2) soll bis 2017 laufen.

Die Vorträge des Abschlusstreffens "Thermische/elektrische KWK-Vernetzung" zum Download:

Regionales, virtuelles Kraftwerk auf Basis der Mini- und Mikro-KWK-Technologie, intelligente Vernetzung von thermischen und elektrischen Verbrauchersystemen
(TU Dresden)

Simulation und automatisierungstechnische Optimierung eines virtuellen Kraftwerks auf Basis der KWK-Technologie
(TU BA Freiberg)

Optimierung von Mikro-KWK-Systemen
(TU München)

Dezentrale Stromversorgungskonzepte
(Forschungsstelle für Energiewirtschaft)

Praxiserprobung des Regionalen Virtuellen Kraftwerks auf Basis der Mikro-KWK-Technologie
(TU Dresden/EWE Aktiengesellschaft)

Agenda des Abschlusstreffens "Thermische/Elektrische KWK-Vernetzung (PDF, 84.6 kB)

Letzte Aktualisierung: 13. Mai 2015

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