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Kurztitel: EnOB: GEnEff
Ausführende Stelle: Technische Universität Berlin - Hermann-Rietschel Institut - Fachgebiet Gebäude-Energie-Systeme
Laufzeit: 03/2020 bis 02/2024
Bewilligte Summe: 384.319 €
Förderkennzeichen: 03EN1017A

Allgemeine Informationen

Kurzbeschreibung aus EnArgus

Die Indoor Environmental Quality (IEQ) beschreibt die Innenraumqualität. Sie hängt von sechs Faktoren ab: akustischen, visuellen, thermodynamischen, olfaktorischen, hygienischen und psychologischen. Für sich betrachtet existieren bereits individuelle Bewertungsgrößen, wie der Mensch die jeweilige Sinnesanregung empfindet und welchen Einfluss sie auf die Gesundheit haben. Es liegt jedoch kein einheitlicher Maßstab zur Bestimmung der IEQ in Gänze vor. Zum Betreiben von Gebäuden wird in Deutschland ca. 35 Prozent des jährlichen Endenergieverbrauchs benötigt. Der Handlungsdruck und z.T. unzureichende Regularien im Bauwesen führen zu Energieeinsparlösungen, die den ursächlichen Sinn eines Gebäudes jedoch oft vernachlässigen. Gebäude sollen dazu dienen, den Nutzenden zu schützen und ihnen ein angenehmes und gesundes Umfeld zu bieten. Die Energieeffizienz von Gebäuden wird oft nur mit Energieverbrauch verknüpft. Effizienz ist jedoch Nutzen/Aufwand. Bei Gebäuden ist der Nutzen die IEQ und der Aufwand die hierfür benötigte Energie. Bis dato existiert keine Bewertungsgröße für die so definierte Energieeffizienz. Dies liegt am fehlenden Bewertungsmaßstab für die IEQ. Hier setzt das Vorhaben an. Entwickelt wird eine GEnEff-Kennzahl, die neben dem Energiebedarf auch die IEQ beinhaltet. Im Teilvorhaben 'Visualisierung und Lüftung' wird anhand von Literaturrecherche, Probandenbefragungen und Sensitivitätsstudien die Bandbreite der Einzelfaktoren zur Indoor Environmental Quality (IEQ) ermittelt. Numerische Strömungssimulationen und experimentelle Tests liefern die Basis für den Bau eines Luftauslass-Clusters, mit dem jegliche lokale Raumluftströmung erzeugt werden soll. Zuletzt wird dieser Baustein mit VR und dem Teilvorhaben der Universität der Künste Berlin zu einem PIEQ-VR-Lab kombiniert.

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