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Energieoptimiertes Neubauquartier

Plusenergie-Konzept in Siedlung getestet

Autor: Durst, A.
Verlag: BINE Informationsdienst
Publikationstyp: BINE-Publikationen
Bibliographische Angaben:

Durst, Anna:

Plusenergie-Konzept in Siedlung getestet. Intensiv-Monitoring, Bewohnerumfrage und Betriebsoptimierung im Quartier halfen, den Energieverbrauch zu senken

FIZ-Karlsruhe GmbH, BINE Informationsdienst, Bonn (Hrsg.), 2016, 4 S.

Bezugspreis: Kostenloser Download

Schlagworte:

Auf einer Industriebrache entstand eine Siedlung mit mehr als 180 Wohneinheiten in Plusenergie-Bauweise. Doch wie aufwendig ist es, diesen Niedrigenergie-Gebäudetyp energieeffizient zu betreiben? Und wie stark beeinflussen die Bewohner den Energieverbrauch? Um das herauszufinden, überwachten Forscher der Hochschule München und der Technischen Universität Dresden das Quartier messtechnisch und optimierten die Technik im Betrieb. Eine Software visualisierte zusätzlich den Energieverbrauch für die Bewohner.

Neben sehr gut gedämmten Gebäudehüllen setzten die Planer auf innovative Gebäudetechnik, um den Plusenergie-Standard zu erfüllen. Die Wärmeversorgung beruht je nach Gebäudegröße auf einem Wärmenetz mit Blockheizkraftwerk und 10.000 Liter fassendem Pufferspeicher oder erdgekoppelten Wärmepumpen in Verbindung mit Fußbodenheizungen. Die Gebäude verfügen über Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Die Dächer sind größtenteils mit Photovoltaikanlagen bestückt und der vor Ort nicht benötigte Stromüberschuss wird eingespeist. Im Rahmen des Monitorings untersuchten die Wissenschaftler das Bewohnerverhalten im Umgang mit der innovativen Technik und ermittelten die Einstellungen zum Energiesparen. Zusätzlich boten sie eine Online-Plattform zur Visualisierung der Verbrauchswerte an.

Ein Ergebnis der Untersuchungen ist, dass die Bewohner dem Stromsparen eine höhere Bedeutung zumessen als dem sparsamen Umgang mit Wärme. Außerdem ist ein großer Einfluss des Rebound-Effekts auf den Energieverbrauch feststellbar. Das bedeutet, dass neue energieeffiziente Systeme ihre technisch möglichen Einspareffekte nicht ausschöpfen können, weil die Nutzer sie wegen der offensichtlichen Effizienz häufiger oder länger einsetzen als die bisher gewohnte Technik. Die wissenschaftliche Begleitung und die Betriebsoptimierung haben die Hochschule München und die Technische Universität Dresden gemeinsam durchgeführt.

Letzte Aktualisierung: 10. März 2016

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